Bald geht’s los…

Es wird Zeit weiter zu segeln. Nachdem wir nun schon den zweiten Winter auf den Kanaren verbrachten, möchten wir etwas Neues kennenlernen. Unser nächstes Ziel sind die Kapverden. Ein Inselstaat vor der westafrikanischen Küste, bestehend aus neun bewohnten Inseln. Auf die Insel Sal sind es von hier ziemlich genau 800 Seemeilen, ca. 1500 Kilometer. Das ist mit dem Boot schon eine ganze Menge, denn wir sind ja nicht schnell. Wir werden also etwa eine Woche unterwegs sein, je nach Wind . Aber nachdem wir doch noch einige Sachen am Boot zu erledigen hatten, freuen wir uns schon auf die Überfahrt. Eine Woche nichts um uns herum. Eine Woche die wir nur mit Schlafen, Essen, Lesen und Wache schieben verbringen werden. 

Wir sind schon sehr gespannt. Es heißt die Kapverden sind wie die Kanaren vor 60 Jahren – andere sagen es ist Afrika light. Mal sehen wie wir die Inseln erleben werden. Jedenfalls freuen wir uns drauf. Einziger Nachteil: die Sprache. Es wird Creol (eine Mischung aus portugiesisch mit afrikanischen Elementen) oder portugiesisch gesprochen. Wir können ja schon mal während der Überfahrt unsere Sprachmuskeln trainieren….

Die letzten Tage haben wir damit verbracht halb Las Palmas leer zu kaufen und versuchen nun alle diese Dinge im Boot zu verstauen. Ab jetzt wird alles teurer – so heißt es, also mitnehmen was geht. Na ja – verhungern werden wir jedenfalls nicht während der Überfahrt und manchmal wünsche ich mir einen etwas größeren Kühlschrank. Und dann heißt es Abschied nehmen von Las Palmas, den Kanaren, dem Spanischen, von Europa….

Wenn alles klappt, werde ich während der Überfahrt wieder kleine Beiträge online setzen…

Bis dahin, Euch allen schöne Ostern!


Nachtrag

Hier noch ein paar Bilder zu den letzten Einträgen:

Abschied von Santa Maria

Die Berge sind noch in den Wolken

Bildergalerie Delphine:

Fleckendelphine begleiten uns…

Ein Regenschauer mit Regenbogen in der Ferne

Abendstimmung:

Angekommen:

Fahrt nach La Palma – Ankunft

Am letzten Tag unserer Fahrt nach La Palma packt unsere Piccolina ihren Rennmodus aus. Nein – ein Regattaschiff ist sie nicht unsere Kleine, aber auch sie kann schon mal aufs Gaspedal drücken. Seit dem Morgen des sechsten Tages ist stetiger Wind, die Welle nimmt immer mehr ab und Piccolina fliegt mit 8 Knoten durchs Wasser. Segeln pur. Am Abend binden wir schon mal das erste Reff ins Groß, langsamer werden wir dadurch aber nicht. Nachts ist dann die Genua dran, die wir verkleinern und immer noch rauschen wir ungebremst weiter. Am nächsten Morgen dann als wir zehn Meilen vor der Nordwestecke von La Palma sind reffen wir nochmals beide Segel, da die Insel für ihre Acceleration Zones, also für Bereiche in denen Düsen entstehen bekannt ist. Heute sind die Windböen nicht ganz so ausgeprägt – 25 Knoten zeigt unser Windmesser an, aber das ist uns auch ganz recht. Kaum sind wir an der Westküste der Insel, schläft bald der Wind ein und so motoren wir die letzte acht Meilen bis zum Hafen in Tazacorte. Dort legen wir uns nach einem kurzen Funkgespräch mit dem Marinero zuerst an den Tanksteg, direkt am Eingang der Marina, dann zeigt er uns unseren künftigen Liegeplatz und wir verholen Piccolina dorthin.

Nach gut sechs Tagen auf See, gönnen wir erst unserer Kleinen, dann uns ein wenig Pflege, bevor wir uns im Marinaoffice anmelden. Das groß Reinemachen um das ganze Salz an Deck zu entfernen kommt morgen.

Die Marina macht auf den ersten Blick einen sehr gepflegten und vor allem sicheren Eindruck. Die Hafenanlage ist von einem riesigen Brakewater geschützt, am Abend ist nicht der Hauch eines Schwells im Hafen zu spüren.

Jetzt sind wir wieder in Spanien! Um unsere Überfahrt zu feiern, gehen wir an der Promenade Chipirones essen, das sind fritierte kleine Tintenfische – sehr lecker. Dann noch zwei Bier und wir freuen uns auf eine Nacht in der wir mal wieder durchschlafen können. Bilder zur Überfahrt gibt es demnächst.

Junges Gemüse an Bord

Seit Samstag wohnen wir zu viert auf der Piccolina. Unsere Nichte mit Freund besucht uns  eine Woche in Las Palmas.

Besuch an Bord

Gemeinsam sind wir nun unterwegs in  Las Palmas bis die Füße schmerzen. Von Vegueta nach Santa Catalina und zum Strand Las Canteras. Dazwischen wird Kaffee getrunken und Eis gegessen.

Im Vegueta

Nördliche Küste

Heute wollten wir dem Botanischen Garten einen Besuch abstatten. Eigentlich hat dieser das ganze Jahr auf, nur wir erwischen den wohl einzigen Tag an dem der obere Eingang wegen Bauarbeiten gesperrt ist und nach gut zwei Kilometer Fußmarsch stehen wir am verschlossen unteren Eingangstor. Der letzte Bus ist gerade an uns vorbeigefahren. Perfekt! Also nochmal zwei Kilometer zur nächsten Haltestelle die um diese Zeit noch angefahren wird. Aber da alles sein Gutes hat, ist diese direkt neben einem Restaurant dessen leckerer Grillgeruch uns schon auf dem Weg aufgefallen ist. Also nichts wie rein.

lecker Gegrilltes