Das wurde jetzt aber auch echt mal Zeit! Piccolina schwimmt wieder -juhu-, ist dicht -puuh-, aber noch etwas unaufgeräumt und ein ordentlicher – mmmhh – Sommerputz steht die nächsten Tage auch an, um all den Staub und Dreck vom Boatyard loszuwerden.
Der Launch war geschmeidig, mit einem Hebezeug wurde Piccolina sanft ins Wasser gelassen und bei keinem Wind sind wir einfach mal die Meile rüber nach Preveza, an den dortigen Ankerplatz.



Nun erst mal Gas raus, eins nach dem anderen erledigen und schauen, dass unser Boot auch innen wieder sauber und ordentlich wird. Abends können wir in Preveza bummeln – wobei da ist es uns eigentlich eher zu voll. Die Hochsaison ist noch nicht vorbei und besonders am Wochenende ist hier richtig was los. Dann kommen die ganzen Chartercrews rein um die Boote abzugeben bzw. einzuchecken, entsprechend ist viel Trubel. Unter der Woche ist es angenehmer.

Der erste Tiefpunkt kommt bald – die vordere Toilette geht nicht. Sie saugt kein Wasser an. An der Pumpe liegt es nicht – dann kann es nur das Seeventil sein. Es wäre ja nicht so, dass wir erst jetzt ins Wasser gekommen sind. Und das Ventil hat sich eigentlich ganz ordentlich angefühlt an Land, als wir es bewegt hatten. Leider sieht man bei den kleinen 1/2″ Ventilen von außen nicht ob sich die Kugel im Inneren öffnet und schließt. Jedenfalls ist da was faul. Nun ja, so was haben wir ja schon mal im Wasser gemacht, und nach drei Tagen seelisch darauf vorbereiten (Steffi) gehen wir es an. Der Borddurchlass wird im Wasser von außen verschlossen, da haben wir einen passenden Gummistopfen. Innen kommt erst mal der Schlauch ab, dann wird das Ventil erwärmt und vorsichtig abgeschraubt. Alles bleibt trocken – ein erster Stein fällt vom Herzen. Das neue Ventil wird angebaut. Leider ist nun der alte Schlauch zu kurz, da er nicht zerstörungsfei vom Anschluss runter ging. Also mit dem Dingi in die Stadt, neuen Schlauch besorgen, einbauen, Ventil auf, unter Wasser den Stöpsel ziehen und…. supi! Alles funktioniert, alles ist dicht. Wo war das Problem? Uns sind ja schon einige alte Ventile kaputt gegangen. Nicht dass sie geleckt haben, aber der Zapfen der die Kugel bewegt hat, korrodierte teilweise und hatte sich aufgelöst. Dieses Mal war scheinbar ein ganz anderes Problem. Als wir das Ventil in den Fingern hatten, stellten wir fest, dass Schaumstoff oder irgenwelche Fasern die Kugel verstopften. Es steckte sogar noch etwas im Borddurchlass. Woher das kam? Sehr fragwürdig. Als das Boot aus dem Wasser gekrant wurde, hatte alles noch funktioniert und die Wahrscheinlichkeit dass wir gleich beim ersten Ansaugen etwas so tief ins Ventil hineinsaugen ist gleich Null. Woher kommt also der Schaumstoff? – Eine Erklärung haben wir dafür nicht.
Nachdem das geschafft ist können wir unseren Ankerplatz genießen. Es ist einfach schön, wieder auf dem Wasser zu sein. Ab mittags kommt der übliche Westwind und macht die Temperaturen angenehm. Jetzt ist mit die beste Zeit was die Temperaturen angeht. Nicht mehr ganz so heiß und nachts kühlt es ein wenig ab, das Wasser ist herrlich warm.


Wir werden noch ein paar Tage vor Preveza liegen, bevor es nach Lefkada geht. Immerhin ist die Brücke vom Kanal wieder auf und wir müssen nicht um die ganze Insel herum fahren. Aber davon mehr im nächsten Beitrag





