So ein SUP ist mittlerweile ja fast schon Standard auf einem Boot. Mindestens jedes zweite fährt es seitlich an die Seereeling geschnallt mit sich spazieren. Und es ist auch wirklich nett, paddelnder Weise die Umgebung zu erkunden. Und bei wenig Wind ist man sogar überraschend flott unterwegs (bei Rückenwind natürlich auch, aber da muss man dann auch mal in die andere Richtung, was so ab 20kn wirklich anstrengend wird!).
Wir haben unser SUP seit Martinique und wenn wir es nicht brauchen, versuchen wir es möglichst wegzustauen und nicht an der Sonne zu lagern. Klar im Lock down in der Petit Anse Darle hing es fast die ganze Zeit am Boot, das war sicherlich eine große UV Dosis, doch es danach war auch oft zusammengefaltet unter Deck.
Das erste Mal als wir das SUP reparierten hatten wir zwei kleine Lecklagen an der Seitennaht entdeckt. Nichts Schlimmes, wir konnten es trotzdem benutzen, aber man sah Luftbläschen aufsteigen, wenn die Stelle unter Wasser gedrückt wurde. Das war vor drei Jahren in Menorca.

Noch hatten wir eine Zeitlang Ruhe, dann kam die nächste Reparaturstelle. Böse wurde es vor zwei Jahren. Wir wollten nur zwei, drei Stunden in die nächste Bucht, das SUP war an Deck gestaut, plötzlich einen Knall und das Paddel sackte in sich zusammen. An der Seite hatte sich die Verklebung auf 10cm verabschiedet. Mist. Ich weiß nicht mehr wie oft wir nun das SUP geflickt haben 3 Mal, 4Mal, aber beim letzten Versuch vor einem Jahr, als wir schon an Land standen, waren die Reparaturstellen schon recht groß und um es richtig dicht zu bekommen, hatten wir auch zwei PVC Streifen aufgeklebt.
Hier in der Vliho Bucht wurde es endlich wieder ausgepackt und aufgepumpt. Dabei wurden natürlich erst mal die Nähte mit Spüliwasser geprüft und bis auf zwei kleine Stellen alles dicht. Superklasse! Erst mal eine ausgiebige Runde paddeln. Zurück am Boot ließ ich das SUP im Wasser – dachte dann wird es vielleicht nicht zu heiß und ich kann am Nachmittag nochmal los. Keine Stunde später – bei einer gemütlichen Tasse Kaffee – zuerst ein kurzes Quiecken, dann ein Knall – tja, was soll ich sagen? Die Klebepads haben gehalten, dafür ist die Klebenaht an der Oberseite aufgegangen. Die Klebenähte halten dem Druck nicht mehr stand und können sich immer und überall mit einem Knall verabschieden. Fazit: jetzt ist Schluss, dieses SUP darf nicht mehr mit!



Die Flicken sind OK, aber oberhalb ist die Verklebung aufgeplatzt
