Lust und Frust auf Ronde Island

Grenada ist ein Inselstaat und neben den drei bewohnten Inseln (Grenada, Carriacou und Petit Martinique) gibt es noch eine ganze Reihe Inseln und Inselchen. Ronde Island gehört zu den etwas größeren. Anscheinend ist die Insel, die zwischen Grenada und Carriacou liegt in Privatbesitz und wurde vor einigen Jahren für 100 Millionen Dollar zum Kauf angeboten. Allerdings wurde nicht bekannt ob ein Besitzerwechsel stattgefunden hat. An der Südküste leben zumindest zeitweise ein paar Fischer, ansonsten ist die Insel nicht bewohnt.
Ein herrlicher Segeltag mit Wind aus Südost bringt uns von St. George’s (Grenada) zu einer Bucht an der Westküste von Ronde Island. Nur ein Katamaran liegt bei unserer Ankunft vor Anker, doch nach und nach kommen noch ein paar Boote und nutzen die angesagten guten Bedingungen, um hier ein paar Tage zu verbringen. Einige Riffe, die zum Schnorcheln einladen, säumen die Küsten der Insel, es gibt ein paar Sandstrände, das Innere der Insel ist dichter Wald.
Wir genießen die Zeit und gehen vom Boot aus auf ausgiebige Schnorcheltouren. Die Unterwasserlandschaft ist interessant und fischreich, aber leider nicht so klar wie wir uns das gehofft hatten. Dennoch sehen wir Rochen, Schildkröten und viele bunte Rifffische.
Gleich am zweiten Tag verkaufen uns Fischer einen frischen Lobster, den wir uns am abend mit einem Glas Weißwein schmecken lassen, danach genießen wir einen wunderbaren Sonnenuntergang. Doch die Freude gewährt nur wenige Tage. Eines abends kommt Schwell aus Westen auf und beschert uns eine unruhige Nacht. Es klappert in den Schränken und wir rollen fast aus dem Bett, so sehr schaukelt Piccolina. Am Morgen sehen wir lange Wellen von teilweise über einem Meter Höhe in die Bucht laufen. Die Entscheidung ist schnell gefallen. Nach einem kurzen Frühstück gehen wir Anker auf, setzen Segel und Kurs auf Carriacou im Norden. Fast gelingt es uns direkt die große Bucht vor Hillsborough anzulegen, nachdem der Wind immer mehr rückdreht, nur zwei kleine Holeschläge benötigen wir. Kurze Zeit später liegen wir bei 6 Meter Wassertiefe vor dem kleinen Städtchen Hillborough.






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